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Von den Tropen in die Wüste und zurück ans APP

Die 5c besucht die Gewächshäuser des Instituts für Botanik

Pflanzen mit zwei Meter hohen Blütenständen, die nur einmal im Leben in die Wüstenluft wachsen. Bestialischer Aasgeruch, der mögliche Bestäuber anlocken soll. Kräftige Sprossranken, die sich zur Lichtoptimierung an anderen Pflanzen hochschlingen. Zart-weiße Wattebüschel, die ein paar kleine Samen verstecken. Wachsüberzogene Blätter, die sich durch Träufelspitzen vor Keimen schützen. Und Pflanzen, die Tiere fressen.


Pflanzen haben die unterschiedlichsten Methoden entwickelt um ihren Stoffkreislauf und ihr Überleben in den verschiedenen Lebensräumen dieses Planeten zu ermöglichen. Das Prinzip der Photosynthese, mit dem Pflanzen über Wasser, Kohlendioxid und Licht Traubenzucker und Sauerststoff herstellen, steht nicht nur am Anfang der menschlichen Nahrungskette, sondern wird über verschiedene Anpassungsmechanismen auch in unwirtlichen Regionen möglich. Vanille, Agave, Aloe und Ananas sind Namen jener Pflanzen, die gelernt haben mit einem Zuviel oder Zuwenig an Licht und Wasser umzugehen.

Während eines zweistündigen Streifzugs durch die Wüsten- und Tropengewächshäuser des Instituts für Botanik der Universität Innsbruck, entdeckten die Schülerinnen und Schüler der 5c am 23. Februar 2017 die Vielfalt des Pflanzenreichs, aßen eine von über 100 Bananensorten, rochen an Orangenblüten, kosteten sich durch die Stufen der Kakaobohnenverarbeitung, streichelten Baumwolle und lernten vor allem zu verstehen, welche Strategien Pflanzen entwickeln um Stoffwechsel betreiben und wachsen zu können. Ein Lehrausgang von dem die Gewissheit bleibt, dass unser Leben auf der Erde ohne Pflanzen nicht nur sehr arm, sondern gar nicht möglich wäre.

Fotoquelle: 
BRG APP; Eva-Maria Müller
Fotos: 

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