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Zu Gast in Ungarn - Das Roma-Projekt des APP, Teil 2

Nachdem uns Roma-SchülerInnen aus Ungarn im Herbst in Innsbruck besucht haben und wir ihnen hier unsere Heimat zeigen konnten, stand gleich zu Beginn des 2. Semester der Gegenbesuch auf dem Programm.
Am Mittwoch, den 21. Februar, trafen sich die SchülerInnen der 7b mit den beiden Lehrpersonen Frau Prof. March und Herrn Prof. Scharinger schon um 4:45 Uhr früh am Hauptbahnhof, um mit dem Railjet nach Budapest zu fahren. Zu Mittag erreichten wir unser Ziel, wo wir auch Frau Prof. Antaloczy trafen. Nach einer Busfahrt durch die Stadt erreichten wir unsere Unterkunft, die sich nahe an der Donau bei der Margarethenbrücke befand. Zu Fuß erkundeten wir anschließend die Stadt.

Das kalte und nasse Wetter konnte uns nicht davon abhalten, zum Parlament zu spazieren, die Kettenbrücke zu überqueren, den Burgberg und die Burg sowie die Fischerbastei zu erklimmen. Vom Burgberg hatten wir einen schönen Blick auf das abendliche Budapest.
Am Donnerstag trafen wir unsere ungarischen Bekannten wieder. Sie hatten für uns alle einen Raum in einem israelitischen Kulturzentrum gemietet. Dort machten wir einige Kennenlernspiele, wir erarbeiten einige Informationen zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten in Budapest, und wir sangen gemeinsam die Roma-Lieder, die wir noch von unserem Treffen im Herbst kannten. Nachmittags besuchten wir gemeinsam das European Roma Rights Center (ERRC), das sich europaweit gegen die Diskrimination von Roma einsetzt. In einem Workshop befassten wir uns mit verschiedenen Case-Studies, erkannten, welche Menschenrechte in diesen Fällen verletzt wurden und versuchten Kampagnen gegen die Diskriminierung von Roma zu entwickeln. Anschließend präsentierten wir unsere Ideen. Der ganze Workshop war auf Englisch, damit alle mitreden konnten. Am frühen Abend besuchten wir noch die Kathedrale von Budapest sowie die Central European University (CEU), deren moderne Architektur wir bestaunten.
Am Freitagvormittag haben uns die LehrerInnen der Roma-Schule einen Besuch im ungarischen Parlament organisiert. Wir staunten über die prachtvolle Gestaltung dieses riesigen Gebäudes. Wie auch bei anderen Gelegenheiten haben wir auch bei der Führung durch das Parlament Erfahrungen mit der Strenge von so manchen UngarInnen gemacht … doch die Eindrücke, die wir dort sammelten, waren trotzdem einmalig. Nachmittags gab es Freizeit, die einige dazu nutzen, ein altes osmanisches Bad aus dem 16. Jahrhundert zu erkunden. Im heißen Thermalwasser ließen sich die kalten Außentemperaturen jedenfalls leichter aushalten. Zum Abendessen besuchte uns auch unser Herr Direktor, der das Roma-Projekt und unsere Klassenfahrt mit viel Engagement unterstützt hat.
Am Samstag ging es per Zug auch schon wieder nach Innsbruck. Auf unserer Reise nach Ungarn haben wir die ungarische Mentalität ein bisschen kennen gelernt, vor allem haben wir uns aber wieder mit unseren Roma-Freunden getroffen und vieles über ihre oft schwierige Lebenssituationen gelernt.

Die 7b-Klasse mit ihren LehrerInnen Barbara March, Izabella Antaloczy, Stephan Scharinger

Fotoquelle: 
BRG APP; St. Scharinger
Fotos: 

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