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Anlässlich des Comenius I Projektes T.E.A.C.H. (Tolerance, Equality, Altruism, Cooperation, Humanism) beschäftigten wir uns in den Fächern Religion und Geschichte (Prof. Oskar Krismer) mit verfolgten Minderheiten in der Tiroler Geschichte.

Um uns für verfolgte Menschen zu sensibilisieren, lasen wir zu Beginn des Projektes Erich Hackls Erzählung „Abschied von Sidonie“. Das Leben und Sterben dieses weggelegten Zigeunermädchens erweckte unser Interesse für Sinti und Roma und das Alltagsleben der Jenischen und Karrner in Tirol.
Aus der langen Geschichte des Antisemitismus in Tirol wählten wir die Ritualmordlegende des Anderle von Rinn und das Schicksal unserer jüdischen Mitbürger in der „Reichskristallnacht“ in Innsbruck. Wie lange man mit der Aufarbeitung des Unrechts an Juden in Tirol Zeit hatte, zeigte uns auch die Lebensgeschichte des Arlberger Tourismuspioniers Rudolf Gomperz.

Auch aus religiösen Gründen mussten Tiroler ihr Land verlassen. Es waren dies die Hutterischen Brüder und die Deferegger- und Zillertaler Protestanten.
Schlussendlich beschäftigte uns noch das Schicksal behinderter Menschen in unserer Heimat in der NS-Zeit.
Natürlich lieben wir Tiroler unser Heimatland, das entlässt uns aber nicht aus der Verpflichtung, uns auch mit den dunklen Seiten unserer Geschichte auseinander zu setzen.

Klasse 6B, BRG Adolf-Pichler-Platz, Innsbruck

 

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