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Aktionstage der Politischen Bildung

Die Klassen 6b und 7a unserer Schule nahmen am 7. Mai 2019 an den Aktionstagen der Politischen Bildung an der Universität Innsbruck teil. Dabei setzen sie sich kritisch mit den Inhalten Journalismus und Medienwelten auseinander. Die Aktionstage der Politischen Bildung sind eine österreichweite Kampagne des Bildungsministeriums. In Tirol wurde im Rahmen dieser Aktionstage besonderes Augenmerk auf Fake News, Journalismus und Verschwörungstheorien gelegt.

Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Michael Butter von der Universität Tübingen, der sich in seiner Forschung mit Verschwörungstheorien beschäftigt und daher auch ein EU-weites Projekt zur Analyse von Verschwörungstheorien leitet. Prof. Butter gab einen Einblick in die Geschichte und Funktionsweise von Verschwörungstheorien und erläuterte auch den Unterschied zu Fake News. Auch setzte er sich mit der politischen Instrumentalisierung von Fake News auseinander, die sich mit Verschwörungstheorien überlappen können. Im Rahmen des Vortrags konnten Fragen gestellt werden, und dieses Angebot nahmen unsere Schüler/innen gerne an.

Anschließend besuchten die teilnehmenden Klassen verschiedene Workshops. Die Klasse 6b war für das Thema „News versus Fake News“ angemeldet. In verschiedenen Gruppen wurden mehrere Themen bearbeitet, z.B. wie Fake News „viral“ werden, wie „Hass auf Knopfdruck“ funktioniert oder welche internationalen Akteure Fake News verbreiten. Die Gruppen stellten ihre Ergebnisse vor und diskutierten über die verschiedenen Aspekte, die jede und jeder von uns besonders beachten sollte – z.B. dass wir Behauptungen nicht immer sofort glauben, sondern kritisch mit anderen Medienberichten vergleichen sollten.

In einem eindrucksvollen Workshop mit Frau Mag. Windegger (Jüdisches Museum in Wien) wurden den SchülerInnen der 7a ein Zugang zum Antisemitismus der NS-Zeit über eine jüdische Familiengeschichte vermittelt. Der Hinweis, dass Antisemitismus ein Teil der österreichischen Kultur ist, machte betroffen.
„Was ist guter Journalismus“, wie schaut das Berufsleben eines Journalisten aus und wie kritisch sollen Leser sein, ein Workshop gestaltet von Christian Jentsch (Tiroler Tageszeitung), regte die Schüler zur Diskussion und zu vielen Fragen an. Sicherlich trug der Vormittag zu einer kritischen Haltung gegenüber unserer Medienwelt bei.


Verena Simoni, Stephan Scharinger

Fotoquelle: 
BRG APP; St. Scharinger
Fotos: