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Boys’ Day und Girls’ Day am APP

Am 14. und 15. November war es wieder soweit: Die Jungs und Mädchen unserer 3. Klassen haben sich an diesen Tagen getrennt voneinander kritisch mit „typischen“ Männer- und Frauenberufen, mit Geschlechtsstereotypen und Klischees auseinander gesetzt – und konnten dabei interessante neue Einblicke gewinnen. Das Ganze nennt sich dann „Boys’ Day“ und „Girls’ Day“.

Die Jungs der 3a-Klasse besuchten die Schule für Sozialbetreuungsberufe, die Boys der 3b-Klasse schauten sich einen Vormittag im Nothburgaheim an, die Schüler der 3c waren im Info-Eck, die Jungs der 3d im Kriseninterventionszentrum und die Boys der 3m informierten sich über die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Für die Mädchen der 3. Klassen gab es mehrere Workshops, in denen viele Fragen gestellt und angeregt diskutiert wurde. Wir bedanken uns bei allen Institutionen, die für diese spannende Kooperation zur Verfügung stehen, und allen unterstützenden KollegInnen der Schule!
>>Bericht<<
Verena Simoni, Stephan Scharinger

Doch am besten können uns wohl die Schülerinnen und Schüler berichten, was am Boys’ Day und Girls’ Day alles passiert ist. Darum lassen wir gerne einige von ihnen hier zu Wort kommen:

Die Jungs der 3m informierten sich über das Freiwillige Soziale Jahr:
Am Donnerstag, den 14.11.2019, fand der Boys´ Day der 3m-Klasse statt. Um ca. 8:50 Uhr gingen wir los – begleitet von unseren Professorinnen Frau Praxmarer und Frau Juen. Wir gingen die Höttinger Gasse hinauf und kamen schon bald im Diözesanhaus an. Dort wurden wir von zwei freundlichen Mitarbeiterinnen des FSJ begrüßt. FSJ ist die Abkürzung für „Freiwilliges Soziales Jahr“. Ein freiwilliges soziales Jahr unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen, hilft bei der Berufsfindung und bildet zudem die eigene Persönlichkeit.
Die Veranstaltung bestand aus sechs verschiedenen Stationen, in denen man spüren konnte, wie es sich anfühlt, eine körperliche Beeinträchtigung zu haben. Zum Beispiel musste man versuchen, blind Wasser aus einem Krug in ein Glas zu schütten (da gingen hin und wieder ein paar Tropfen daneben). Bei anderen Aufgaben durfte man mit einem Rollstuhl fahren, einen Blindenstock benutzen, mit nur drei Fingern einen Knopf auf einen Faden fädeln oder mit Gehbehinderung gehen. Außerdem konnte man wichtige Zeichen der Gebärdensprache lernen.
Am Ende der Veranstaltung bekamen wir noch etwas zu essen und Luftballone, die wir sofort aufbliesen. Auf dem Weg zurück zur Schule hörte man regelmäßig ein lautes „PFOTSCH!“, das von den Luftballonen kam, die fast alle platzten. Die restlichen Ballone wurden von dem starken Wind verblasen und sind dann innabwärts geflossen.
So profitierten auch die Wörgler von dem sehr gut gelungenen Boys´ Day. (David, 3m)

Am Boys’ Day waren wir in der Schule für Sozialbetreuungsberufe. Es gab Informationen zur Familienarbeit, zur Behindertenarbeit, zur Behinderungsbetreuung und zur Arbeit im Altersheim. Mit hat es sehr gut gefallen, da man einiges über diese Berufe gelernt hat.
(Schüler, 3a)

Ich war mit der 3c-Klasse im Info-Eck. Dort lernten wir etwas über „typische“ Männer- und Frauenberufe. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Leute dort arbeiten. Außerdem fand ich es gut, dass sie uns Berufsvorschläge gaben. (Schüler, 3c)

Die Workshops für die Girls waren sehr cool und interessant. Ich habe im Workshop von Herrn Prof. Scharinger gelernt, dass jeder Mensch anders ist und dass man das auch so akzeptieren kann. Der Workshop von Frau Prof. Simoni hat mir sehr gefallen, weil wir dort ein cooles Programm hatten. (Fenya, 3a)
Wir Mädchen waren in der Schule. Ich fand es interessant, da Frau Prof. Simoni unser Bauchgefühl gestärkt hat. Mit unserer Schulärztin konnten wir auch über schwierige Themen, z.B. über Drogen reden. Manche Mädchen haben zuvor noch nie darüber geredet.
(Schülerin, 3c)

Meine Klasse und ich besuchten das Nothburgaheim, ein Altersheim in Innsbruck. Die Angestellten stellten uns drei Stationen vor: Rollstuhlfahren, mit Bewohnern reden und Gymnastik mit den Bewohnern machen. Beim Rollstuhlfahren setzte sich einer mit verbundenen Augen in den Rollstuhl und der andere schob ihn an. Es war sehr interessant zu sehen, wie alte oder eingeschränkte Personen sich auf den Pfleger einlassen müssen. (Schüler, 3a)

Fotoquelle: 
BRG APP
Fotos: