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Pilzzucht am APP

Ein Teil der geernteten Shiitake-Pilze.

Die Wichtigkeit des Pilz-Reiches wird oftmals verkannt. Sie scheinen schon vor rund 1 Mrd. Jahren das Festland besiedelt zu haben (Loron, C. L. et al., Nature, Mai 2019) – also schon rund 500 Mio. Jahre früher als bisher angenommen. Sie stellen das dzt. größte bekannte Lebewesen der Erde, einen Hallimasch mit einer Ausdehnung von ca. 9km². Auch für den Abbau toter Substanz sind sie äußerst wichtig, sie helfen z. B. mit, das Herbstlaub im Wald abzubauen. Viele von ihnen enthalten biologisch wirksame Stoffe und werden als Medizin eingesetzt – besonders ist dies aus dem asiatischen Raum bekannt, aber auch beim Ötzi fand man einen Birkenporling, den er wahrscheinlich wegen seiner antibiotischen Wirkung mit sich führte.
Der Geschäftsführer der Tyroler Glückspilze, Herr Mark Stüttler, führte uns in dieses oft verkannte Reich ein und half uns Pilzkulturen anzulegen. Jede(r) Schüler(in) des Wahlpflichtfachs Biologie (6. Klasse) konnte auf Klopapierrollen eine eigene Pilzkultur anlegen. Zum Zeitpunkt des Berichtes wuchsen einige Kulturen schon an, von einer der Stammkulturen konnten bereits Pilze geerntet werden, die wir uns dann gemeinsam schmecken lassen werden. (Text und Bilder: Dr. Geiger Markus)

 

Fotoquelle: 
BRG APP; M. Geiger
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