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Zellkultur on the top: Wir besuchen den Gewebedrucker


Die SchülerInnen des Wahlpflichfachs Biologie folgten der Einladung von Prof. Dr. Michael Außerlechner, ihn in seinem Labor zu besuchen. Das Besondere daran: In diesem Labor steht der einzige Gewebedrucker an Österreichs Universitäten.
Wir erhielten zuerst eine Einführung in den „normalen“ 3D-Druck, sein Potential zur Kostenersparnis, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien und den Werdegang dieser neuen Wissenschaftsschiene in Innsbruck.
Danach besprachen wir die Herstellung, Vor- und Nachteile neuer 3D-Modelle in der Zellkultur. Um es vereinfacht darzustellen: Manche „Zellhaufen“ wie Tumore verhalten sich einfach nicht wie planare Zellgruppen, sondern eben wie dreidimensionale Gebilde. So kann z.B. die Sauerstoffversorgung in der Mitte der „Zellkugel“ durchaus eingeschränkt sein und ein anderes Zellverhalten und -expressionsmuster hervorrufen als am äußeren Rand der „Kolonie“.
Das Team setzt verschiedene Techniken ein, um menschliches Gewebe in 3D nachzubilden: einerseits werden dünne Proteinschichten „gesponnen“ und mit Zellen besiedelt, um damit lebende Membranen herzustellen, andererseits wird mit Hilfe von 3D Biodruckern lebendes, menschliches Gewebe Schicht für Schicht aufgebaut. Neben Forschungsfragen werden damit auch Methoden entwickelt, um defekte Gewebe bei Patienten in Zukunft mit körpereigenen Zellen zu ersetzen. Bei der Herstellung einer künstlichen Haut sieht man hier schon erste Erfolge.

Wir danken Prof. Außerlechner für seinen Vortrag und die Gelegenheit, diese Forschungseinrichtung zu besuchen!

Text und Bilder: Dr. Geiger Markus, Wikipedia

Fotoquelle: 
BRG APP; M. Geiger
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